EAV-Podcast #73: Das Rote-Faden-Syndrom
Die EAV ist als Liveband geboren. Alles, was die EAV gemacht hat, war für die Bühne gedacht. Die Alben waren Tonträger mit Songs, die im Liveprogramm gespielt wurden. Sie waren begleitend zum Liveprogramm erschienen, nicht andersrum. Wenn man sich diese Erkenntnis vor Augen führt, wird einem schnell klar, dass man nur durch Hören des Debütalbums, von „Café Passé“ oder „Spitalo Fatalo“ keinen vollständigen Eindruck davon vermittelt bekommt, was die EAV auf der Bühne veranstaltete und was sie mit den Songs aussagen wollte. Da ist es geradezu fatal, dass von dem ersten Programm „Verunsicherung (Uschi im Glück)“ keine Live-Mitschnitte existieren. Bei der „Spitalo Fatalo“-Tour gibt es immerhin TV-Mitschnitte vom ORF und Bayerischen Fernsehen, die aber nicht vollständig sind. Die wenigsten werden diese Mitschnitte kennen oder gar vollständige Mitschnitte gesehen haben.
Und hier kommen unsere investigativen Musikhistoriker Wolfi und Alex vom EAV-Podcast ins Spiel. Dank edler Spenden aus dem EAV-Umfeld durften sie sich durch mehrere Mitschnitte ein umfassendes Bild der Spitalo-Fatalo-Tour machen und schildern detailgetreu und mit viel Freude alles, was auf der Bühne passiert. Und plötzlich ergeben alle Songs auf dem Album „Spitalo Fatalo“ durch ihre Einbettung in die Rahmenhandlung der Tour einen Sinn. Ordnung ins Chaos zu bringen, Struktur im Ungewissen zu finden, das ist die Mission unserer tapferen Podcast-Veteranen. Und diese Mission war in dieser Folge ein voller Erfolg. Und nicht nur das: Alex ist geradezu euphorisch, weil „Spitalo Fatalo“ das einzige Bühnenprogramm der EAV ist, das seinen roten Faden von Anfang bis zu den Zugaben konsequent weiterspinnt. Viel Vergnügen beim Lernen und Staunen!
Folge #73 - Das Rote-Faden-Syndrom
23.07.2026 [Forum] — Autor: Alexander Mayer

