Notizen über die allgemeine Verunsicherung

Blasser Engel

Tief wia des Meer
war dei Sehnsucht
und dei Schmerz —
des Herz so leer.

Groß wia die Welt
war dei Wunsch, du wolltest finden
was dir fehlt.
War deine Hoffnung,
endlich z’finden
was dir fehlt.

Siaß wie der Wein
war die Verlockung
einmal wirklich
frei zu sein.

Rot wia der Mohn
und weiß wie Schnee,
man kommt net los davon,
is die Versuchung
und man kommt
net los davon.

Blasser Engel,
flieg net furt
und flieg net hin
zum falschen Licht!

Blasser Engel,
des is net gut,
weil ma si leicht
die Flüg’l bricht!

Blasser Engel,
du wirst verbrennen!
Blasser Engel,
sei g’scheit
und hör auf
und komm her zu mir!
Damit i di
net verlier!

Haß wia die Sunn
wolltest brennen,
du hast g’sagt:
„Wos macht des schon?“

Und es is ja nur ein Spiel,
bei dem ma aufhör'n kann,
wann man wü.
Du hast g’laubt,
aufhör’n kann man,
wann man wü.

Blasser Engel,
flieg net furt
und flieg net hin
zum falschen Licht!

Blasser Engel,
des is net gut,
weil ma si leicht
die Flüg’l bricht!

Blasser Engel,
du wirst verbrennen!
Blasser Engel,
sei g’scheit
und hör auf
und komm her zu mir!
Damit i di
net verlier!

Leicht wia da Wind
hast Du mit dein’m
Leb’n g’spielt
wia a klanes Kind.

Kalt wia a Stan
bist Du g’leg’n heut
bei dir daham.
Hab’ns dich
g'funden heute
ganz allan.

Credits

Text: Thomas Spitzer
Musik: Gert Steinbäcker
Sänger: Gert Steinbäcker
Produzent: Christian Kolonovits

Publikationen

Diese Produktion ist auf folgenden Publikationen erschienen: