Notizen über die allgemeine Verunsicherung

Ping Pong (Radio-Version)

Ping Pong — out!
Ping Pong — schon wieder out!
Ping Pong — out!
Ping Pong — da schämt sich meine Braut!

Ich renne und ich hatze
und zwar am Tennisplatze
dem Balle hinterher,
ihn zu fangen, das ist schwer.

Ich krieg ihn auf das Auge,
ich krieg ihn auf die Birn.
Doch leider nicht auf's Racket,
ich glaub ich werd verliern.

(Match- und Quetschball)

Ping Pong, Ping Pong,
wo geht's hier zum Netz?
Grade war der Ball noch da.
Wo ist er jetzt?

Ping Pong, Ping Pong,
alles geht zu schnell.
Und treffe ich von Fall zu Fall den Ball,
dann knall ich ihn ins All.

Ich wäre gern Profi,
die Nummer eins.
Wenn ich Talent hätt',
nur hab ich keins.

Würde ich wie Becker,
Muster oder Stich
Kohle kriegen statt Beton
in Graz so wie in Wimbledon.

Ich spiele in der Liga
der Nieundniemalssieger
beim Verein „St. Gib nicht auf
und nachher trink und sauf“.

An beiden Füßen Blasen
zerstör ich jeden Rasen.
Auch der härteste Belag
widersteht mir keinen Tag.

(Üben, üben)

Ping Pong, Ping Pong,
ich steh am Centercourt
und alle Leute fragen sich:
„Was macht er dort?“

Ping Pong, Ping Pong,
ich schwitze und trainier.
Damit ich eines Tages gegen mich
nur halb so hoch verlier'.

Ich wäre gern Profi,
die Nummer 1.
Wenn ich Talent hätt',
nur hab ich keins.

Wär gern wie Schaller,
Antonitsch und Skoff.
Doch seh ein As i von Agassi
dann erblaß i und schon pass i.

Meine Rückhand, die ist hinten.
Die Vorhand kommt nicht vor.
Bin ich hier am Golfplatz
oder stehe ich im Tor?

Ich hechte wie ein Karpfen,
ich stöhne und ich ächz.
Der Gegner spielt den Ball nach links
dabei steh ich doch rechts!

Liegt es an der Bespannung?
Oder liegt es am Schuh?
Nach zehn Minuten grübeln
ruft mir der Schiri zu:

(Spielen, spielen)

Ping Pong, Ping Pong,
wieder null zu sechs!
Nach zwei Minuten dreißig,
da staunen alle Cracks!

Ping Pong, Ping Pong,
wie ein gesengter Elch.
Wetze ich und wiesel
doch der andere
trinkt aus dem Siegerkelch.

Ich wäre gern Profi,
die Nummer 1.
Wenn ich Talent hätt',
nur hab ich keins.

Wenn ich nicht siege,
dann will ich nicht mehr sein.
Ein Sportler kauft sich keinen Strick
im Ernstfall führt ein Trick zum Sieg!

Ich spiele unten ohne
beim Daviscup in Graz.
Mein Gegner stirbt von Lachen
und verliert so jeden Satz.

Den nächsten mach ich müde
mit meinem Valiumstil.
Und schläft er dann im Stehen ein
gewinne ich auch dieses Spiel.

Satz und Sieg und

Ping Pong, Ping Pong,
dann bin ich ein Star.
Die Nummer 1 der Steiermark!
(Wenn net Nummer zwa!)

Ping Pong, Ping Pong,
was andres will ich nicht
Da hör ich eine Stimme,
die aus meinem Inneren spricht:

„Werd nie ein Profi,
sei kein Talent.
Bleib stets der Doofy,
den keiner kennt.

Bist du erst oben
der Held der Tenniswelt.
Dann kommt das Finanzamt
und nimmt Dir das ganze Geld.“

Ich wär gern Profi,
die Nummer 1
Wenn ich Talent hätt,
nur hab ich keins.

Werd nie ein Lendl,
Werd nie ein McEnroe und so.
Drum schau im Fernsehen ihnen zu
und lass den kleinen Ball in Ruh!

Ping Pong

Daten

Text: Thomas Spitzer
Musik: Thomas Spitzer, Nino Holm, Eik Breit, Klaus Eberhartinger, Günther Schönberger
Sänger: Klaus Eberhartinger
Produzent: David Bronner, Thomas Spitzer, Klaus Eberhartinger

Grundlage

Dieses Lied ist eine Variante von „Ding Dong“, erschienen auf „Neppomuk's Rache“ (anderer Text und andere Produktion).

Publikationen

Diese Produktion ist auf folgenden Publikationen erschienen: