Notizen über die allgemeine Verunsicherung

I hob des G'fühl

In ana Bar um hoiba zwa
sitz i unlängst ganz alla,
do siach i meine Schulfreund einmarschier'n.
Sie san schicker wurn,
san dicker wurn,
jeder glaubt, er is so vurn
mit sei'm neichen Surfbrett vor sei'm Hirn.

Dr. Fett und Dr. Phil.
mit dreißig scho total senil,
der Mund is voll, des Herz is la,
am Lebn vurbei mit vü Blabla.
I stoss an und sog: „Prost meine Herrn!
Auf dass net a verrost meine Herrn!“
Es is scho spät, i muss jetzt gehn,
i glaub, dass wir uns net verstehn.

I hob des G'fühl,
es geht net mehr vül,
es ist zu lang her,
es geht nix mehr!
I hob des G'fühl,
es geht net mehr vül,
des is net des, wos i wüll!

I woar z'jung, Du woarst z'scheen,
sunst hätt i des ois kumman g'sehn.
I woit nur aans: I woit di kriagn.
Mir woar kloar, i g'hear zu dir,
Du host g'mant, i g'hear jetzt dir,
und host leider glaubt, Du muasst mi biagn.

Du stehst auf mi, doch du verstehst mi net,
du gehst mit mir, obwohl nix mehr geht.
Du schaust auf mi,und host mi nie durchschaut,
du host um mi an Käfig baut.
Doch olles, wos da föhlt im Lebn,
des kannst Du Dir nua söba geb'n.
Es tuat ma laad, i siach ka Licht,
weil jeder nua sich söba siecht!

I hob des G'fühl,
es geht net mehr vül,
es ist zu lang her,
es geht nix mehr!
I hob des G'fühl,
es geht net mehr vül,
des is net des, wos i wüll.

I hob des G'fühl,
es geht net mehr vül,
es ist zu lang her,
es geht nix mehr!
I hob des G'fühl,
es geht net mehr vül,
des is net des, wos i wüll.

Credits

Text: Thomas Spitzer
Musik: Thomas Spitzer, Nino Holm, Eik Breit, Klaus Eberhartinger, Günther Schönberger
Sänger: Günther Timischl
Produzent: EAV, Wilfried Scheutz

Publikationen

Diese Produktion ist auf folgenden Publikationen erschienen: