Notizen über die allgemeine Verunsicherung

Heissa

Der Josef ist ein braver Mann.
Ein Hacker erster Güte.
Er werkt schon zwanzig Jahre lang
in der Eisenhütte.

Freitag ist's in Nolawitz,
der Josef eilt ins Beisl,
gibt sich fünfzehn Sliwowitz.
Dann draht's er'm wie an Kreisl.

Um zwanzig Uhr kommt er nach Haus,
sagt: „Helga, sei ned zwieder!
Pack unser resches Hendl raus
und leg die Kinder nieder!“

Danach setzt er sich mit sei'm Weib
wie immer vor die Flimmer.
Und nach der Bundeshymne
geht's ab ins Beischlafzimmer.

Heissa ist das Leben schön,
schlafen stärkt die Glieder.
Ein Prost an alle Liebenden
jeden Freitag wieder!

Wladimir aus Leninggrad
werkt in der Eisenhütte.
Am Freitag holt er nach der Schicht
den Rubel aus der Tüte.

Im Lokal „Sowjetunion“
schaut er dann auf die Uhr.
Die Brüderchen sag'n:
„Njet, mein Sohn!
Den nächsten Wodka pur!“

Zuhause wartet seine Frau,
am Herd verdampft der Borschtsch.
Er sagt zur Olga: „Bring mir einen
Wodka für den Dorscht!“

Dann hör'n sie Radio Leningrad.
Im Zug der Perestrojka
spielt's Rock'n'Roll statt Kasatschok
und Dancefloor statt Polka.

Check it out!

Heissa ist das Leben schön,
schlafen stärkt die Glieder.
Ein Prost auf alle Liebenden
jeden Freitag wieder!

Heissa ist das Leben schön,
da beben die Wände!
Heissa und auf Wiederseh'n
am nächsten Wochenende!

Bin total gerührt!
Pfiat di Gott, Lackerl!

Credits

Text: Thomas Spitzer, Wilfried Scheutz
Musik: Wilfried Scheutz
Sänger: Wilfried Scheutz, Thomas Spitzer, Klaus Eberhartinger, Eik Breit
Produzent: Wilfried Scheutz

Publikationen

Diese Produktion ist auf folgenden Publikationen erschienen: