Notizen über die allgemeine Verunsicherung

Am rechten Ort

Vor meinem Haus steht eine Eiche,
tausend Jahre hat sie schon gesehen.
Krieg und Frieden, immer nur das Gleiche.
Sieger kommen, die als Verlierer geh'n.

Jeder Wohlstand macht vermessen,
liegt man im gemachten Daunenbett.
Im Überfluss haben wir vergessen,
Wie gut's uns eigentlich geht.

Nur selten dringt an meine Ohr'n,
das Lied der Dankbarkeit.
Dabei sind wir unter'm hellsten Stern gebor'n,
am rechten Ort zur rechten Zeit.

Siebzig Jahre fern von Genoziden,
frei von Hunger, Elend, Not und Leid
wem war dieser Glücksfall je beschieden?
Fragt die Opfer der Vergangenheit!

Heut' kann jeder seine Meinung sagen,
politisch denken wie es ihm beliebt.
Woanders wird man dafür totgeschlagen,
weil's die rechte Zeit dort noch nicht gibt.

Nur selten dringt an meine Ohr'n,
das Lied der Dankbarkeit.
Dabei bin ich ohne zutun auserkoren,
für den rechten Ort zur rechten Zeit.

Vor meinem Haus, da steh'n drei Autos,
ein Rosenteich und auch ein Motorrad.
In der dritten Welt, da stirbt man lautlos,
weil das Unrecht die stärkste Stimme hat.

Und immer öfter dringt an meine Ohren,
das Lied der Traurigkeit.
Mir scheint irgendwie haben wir uns selbst verloren,
am rechten Ort zur rechten Zeit.
Am rechten Ort zur rechten Zeit.

Credits

Text: Thomas Spitzer
Musik: Thomas Spitzer
Sänger: Klaus Eberhartinger
Produzent: Mark Duran, Fritz Jerey, Thomas Spitzer
Mixing: Fritz Jerey
Mastering: Fritz Jerey
Keyboards: Mark Duran, Fritz Jerey
Drum Programming: Mark Duran, Fritz Jerey
Chor, Zweitstimmen, u.ä.: Andreas Friedl, Klaus Eberhartinger, Nino Holm, Eik Breit, Fritz Jerey, Thomas Spitzer
Schlagzeug: Andreas Friedl
Gitarren: Nino Holm, Thomas Spitzer
Bass: Alvis Reid

Siehe auch

Hintergrundinformationen der Publikation: „Alles ist erlaubt“

Publikationen

Diese Produktion ist auf folgenden Publikationen erschienen:

Varianten

Folgende Varianten dieses Liedes existieren: